Tumorarten

Jeder Tumor ist anders

Den typischen "Brustkrebs" gibt es nicht. So individuell unsere Patientinnen sind, so unterschiedlich sind die Tumorarten und so verschieden fällt die einzelne Behandlung aus. Unsere Behandlungsprofile orientieren sich an international gültigen Therapie-Empfehlungen, die auf aktuellen Forschungsergebnissen basieren.

Die meisten Tumoren sind gutartig

Es handelt sich bei etwa drei Viertel der Brusttumoren (von lat. Tumor: "Geschwulst") nicht um Krebs, sondern um gutartige Geschwülste. Sie gehen häufig vom Bindegewebe oder vom Fettgewebe aus und werden entsprechend Fibrome bzw. Lipome genannt. Auch Zysten sind ungefährlich, denn es sind lediglich flüssigkeitsgefüllte Gewebe-Ausstülpungen. Oft ist zum Zeitpunkt der Diagnose noch schwer zu sagen, ob eine Frau geheilt werden kann. Die Heilungschancen sind deutlich niedriger, wenn Krebszellen sich schon im Körper verteilt, also Metastasen gebildet haben.

Bösartige Formen

Die bösartigen Tumore gehen immer vom Drüsenanteil der Brust aus. Man unterscheidet zwei Formen von Brustkrebs. Wenn der Tumor sich auf Milchgänge und Drüsenläppchen beschränkt und noch nicht ins umliegende Gewebe vorgedrungen ist, spricht man von einem Carcinoma in situ oder nicht invasivem Brustkrebs. Diese Tumorform kann unter Umständen Jahre ruhen, ohne Tochtergeschwülste zu bilden. In den meisten Fällen entwickelt sich aber ein invasiv wachsender Brustkrebs, der auch das Fettgewebe der Brust befällt.

TNM-Klassifikation

Wie weit sich der Krebs bereits ausgebreitet hat, darüber gibt die internationale geltende TNM-Klassifikation Auskunft:

Die Begriffe zu T (Tumor) bedeuten:

  • T 0 = ein Primärtumor lässt sich nicht nachweisen
  • T 1 = der Primärtumor ist kleiner als 2 cm
  • T 2 = der Primärtumor ist 2-5 cm groß
  • T 3 = der Primärtumor ist größer als 5 cm
  • T 4 = Tumor jeder Größe mit direkter Ausdehnung in der Nachbarschaft Brustwand oder Haut)

Die Bezeichnungen zu N (Nodi = Knoten) lauten:

  • N x = Lymphknoten lassen sich auf Krebsbefall nicht beurteilen
  • N 0 = kein Befall der benachbarten Lymphknoten
  • N 1 = Metastasen in Lymphknoten der Achselhöhle nachweisbar
  • N 2 = wie N1, aber untereinander oder in Nachbarschaft fixiert

Für M (Metastasen) gelten folgende Unterbegriffe:

  • M x = Vorhandensein oder Fehlen von Fernmetastasen kann nicht beurteilt werden
  • M 0 = kein klinischer Nachweis von Tochtergeschwülsten
  • M 1 = Fernmetastasen nachweisbar