Röntgenologische Untersuchungen

An der Röntgenabteilung des Klinikums Coburg werden pro Jahr über 31.000 Untersuchungen durchgeführt. Neben digitalem Röntgen, Durchleuchtungsuntersuchungen, Angiographien besitzt die Abteilung eine digitale Mammographie mit Möglichkeit zur stereotaktischen Vakuumsaugbiopsie. Ein moderner 64-Schicht-Mehrzeilencomputertomograph wird ebenfalls von der Abteilung betrieben.

Digitale Vollfeld-Mammographie

Die Mammographie ist eine sehr wichtige Untersuchungsmethode der weiblichen Brust, um verdächtige Herdbefunde, verdächtige Verkalkungen und verdächtige Störungen in der Architektur der Brust festzustellen.

Im Rahmen des Mamma-Zentrums sind wir mit einer digitalen Vollfeld-Mammographie ausgestattet, bei der die Aufnahmen nicht mehr auf einen Röntgenfilm belichtet werden, sondern direkt als Datenbild auf einem hochauflösenden Monitor zur Befundung gelangen.

Die digitale Technik kann Vorteile in Bezug auf die Erkennbarkeit von Herdbefunden, besonders bei dichter Brust, und in der Erkennbarkeit von verdächtigen Mikroverkalkungen haben.

Für manche Frauen ist die digitale Mammographie angenehmer, da die Kompression der Brust nicht so stark sein muss.

Nichtsdestotrotz muss zur Erstellung einwandfreier Aufnahmen aber trotzdem die Brust etwas gedrückt werden. Dieser Druck, der ausgeübt werden muss, ist unschädlich.

Grenzen und Nachteile der Mammographie

Neben der Sonographie ist die Mammographie das Verfahren zur Krebsfrüherkennung bei der weiblichen Brust.

Durch die Teilnahme an der Krebsfrüherkennung sollen Befunde möglichst so früh entdeckt werden, dass die betroffenen Frauen vollständig geheilt sind.

Leider ist es so, dass kein Verfahren in der Medizin und auch sonst in Wissenschaft und Technik 100%ig sicher ist. Manche Krebserkrankungen können in der Mammographie nicht oder zum Untersuchungszeitpunkt noch nicht erkannt werden. Gleichzeitig gibt es eine Reihe von Befunden, bei denen der Arzt nicht entscheiden kann, ob es sich um gutartige oder um bösartige Veränderungen handelt. Hier besteht natürlich das Risiko, dass sich eine Frau der weiteren Diagnostik unterzieht, nur um dann festzustellen, dass der Befund doch gutartig war.

Dieses Dilemma begegnet uns oft in der Medizin und wird sich nie lösen lassen.

Wir sind der Meinung, dass eine Senkung der Sterblichkeit an Brustkrebs nur zu erreichen ist, wenn sich Frauen der Vorsorgeuntersuchung und der eventuell weiteren erforderlichen Diagnostik unterziehen. Gerade mit der oben erwähnten Vakuumsaugbiopisie steht eine ambulante und gut tolerierbare Methode zur Verfügung, unklare Befunde anzuklären.

Vakuumsaugbiopsie

Nichts im Leben ist 100%ig. So gibt es auch in der Mammographie bei Herdbefunden und Verkalkungen Befunde, die nicht eindeutig als sicher gutartig oder sicher bösartig eingruppiert werden können.

Mit der stereotaktischen röntgengestützten Vakuumsaugbiopsie steht hier eine ambulante Methode zur Verfügung, Befunde, die in der Mammographie verdächtig waren, weiter abzuklären. Man spricht von Vakuumsaugbiopsien, weil Gewebeproben unter Unterdruck angesaugt werden.

Es handelt sich hier um einen ambulanten Eingriff, bei dem die Frau auf einem Tisch in Bauchlage liegen kann. Die betreffende Brust wird durch die Erstellung zweier gewinkelter Aufnahmen untersucht. Aus diesen Aufnahmen kann die Tiefe eines Befundes berechnet werden. Unter lokaler Betäubung werden Proben gewonnen, die dann später im pathologischen Institut untersucht werden.

Der Zeitbedarf für diese Untersuchung beträgt von der Anmeldung bis zum Ende ca. einen halben Tag. Die eigentliche Probenentnahme dauert 20 bis 40 Minuten.

Eine lokale Betäubung ist für diesen Eingriff völlig ausreichend und er wird sehr gut toleriert, gerade weil keine oder nur geringe Schmerzen auftreten.

Nach dem Eingriff werden noch einmal die üblichen Routineaufnahmen der Brust angefertigt, um bei späteren Kontrollen genau feststellen zu können, wo die Probenentnahme war.

Nach einer Stunde wird die Entnahmestelle noch einmal vom Arzt untersucht.

Das Ergebnis der Vakuumsaugbiopsie liegt nach zwei Werktagen vor und es wird ein Besprechungstermin vereinbart.

Zusatzaufnahmen

Im Rahmen der Abklärungsdiagnostik kann es notwendig werden, Zusatzaufnahmen durchzuführen. Bei unklaren Befunden kann eine Vergrößerungsaufnahme dazu dienen, dass der Befund besser eingeordnet werden kann.

Gerade vor Biopsien wird regelhaft auch eine streng seitliche Aufnahme durchgeführt, um den Befund vor Intervention besser räumlich einordnen zu können. Manchmal erbringt die seitliche Aufnahme typische Muster bei Mikroverkalkungen, so dass diese als sicher gutartig eingestuft werden können und dann gar nicht weiter abgeklärt werden müssen.Im Rahmen der Abklärungsdiagnostik kann es notwendig werden, Zusatzaufnahmen durchzuführen. Bei unklaren Befunden kann eine Vergrößerungsaufnahme dazu dienen, dass der Befund besser eingeordnet werden kann.